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1

Donnerstag, 6. September 2012, 18:14

Anregungen und Kritik zu einem Kurvenmodul mit Burgruine.

Hallo,

ich habe mit dem Bau eines Kurvenmoduls begonnen und möchte das Forum einmal mit einbeziehen.
Vorschläge sowie Kritik sind daher hier in diesem Tread gerne gesehen.

Geplant ist eine Höhenburgruine sowie ein Sägewerk.
Die ersten Schritte und Stellprobe habe ich schonmal fotografiert.
Mal schauen was weiter passiert.



Gruß Ferdi

2

Donnerstag, 6. September 2012, 18:28

Hallo Ferdi,

sehr schöne Burg hast du dir ausgesucht, habe ich auch auf meiner Agenda.

Wenn du direkt von oben schaust, hat dein Berg aktuell ein Viereck als Grundfläche; muss am Ende eher Kreis / Elipse sein. Steigung etc. sehen aus.

Ich plane bei mir auch einen oder zwei Strahler als Beleuchtung in der Nacht einzubauen. Vielleicht reizt dich das auch, dann denk frühzeitig an Position und Kabelführung.

Grüße, viel Spaß beim bau.

Claudio

3

Freitag, 7. September 2012, 12:17

Hallo,



Wenn du direkt von oben schaust, hat dein Berg aktuell ein Viereck als Grundfläche



Nicht ganz da es nur eine Art Vorform ist. da muss noch so einiges rausgeschnitzt werden.



muss am Ende eher Kreis / Elipse sein. Steigung etc. sehen aus.


dem widerspreche ich mal: es handelt sich hier um die Ruine einer Höhenburg. Bei einer Höhenburg musste man sich der geografischen Lage anpassen und die Geländeform nehmen, die da war.
Bei einer Niederburg oder Motto in der Ebene war es anders, dort wurde der Burgberg angelegt und aufgeschüttet.
Siehe Höhenburg http://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6henburg wobei die Marksburg wirklich sehr gut als Vergleich dient. Ich selber war schon mehrmals da.
und die Niederburg ( Motte ) http://de.wikipedia.org/wiki/Motte_(Burg)

@ Claudio
Als Strahler eignen sich seht gut die LED der Bauform PLCC2, da musst du nur 2 Litzen anlöten und die LED schwarz anmahlen.
Auf diese Weise habe ich auch das Altstadttor von dem Altstadtmodul des NBK angestrahlt.

http://www.nbahnerkoeln.de
Gruß Ferdi

4

Freitag, 7. September 2012, 12:45

Hallo Ferdi,

ich denke, Du brauchst schon eine auch für den Betrachter nachvollziehbare Begründung warum die Strecke unter dem Berg in einem Tunnel geführt wurde. Derartige Bauwerke kosteten immer schon eine Menge Geld und wurde nicht ohne Not gebaut.
So würde ein See, Fluß oder erhaltenswerte Bebauung vor dem Burgberg, im Inneren der Viertelkreises, vielleicht schon einen glaubwürdigen Grund für den seinerzeitigen Bau dieses Tunnels liefern...


Gruß Frank
Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt (Joachim Ringelnatz)
Neue Anlage - Bahnhof Wildbad - Modellbahnsteuerung - EMD MRS 1

5

Freitag, 7. September 2012, 12:58

Servus zusammen,

genau die Problematik, die Frank anspricht würde ich auch bearbeiten. Ich finde diese Kurvenverstecktunnel grausam (natürlich speziell diese Tiefziehfertigteile).
Möglicherweis würde sich auch ein Einschnitt für die Gleise im Berg besser machen ...
Auf der KBS 954 (Freilassing - Berchtesgaden) gab es auch mal einen kleinen Tunnel, der abgetragen werden musst weil 4achsige Waggons eingeführt wurden.


So etwas mal zur Anregung ...

lG
Volker
Die Summe der Intelligenz auf unserem Planeten ist konstant.
Aber blöd ist, dass die Bevölkerung ständig wächst ...

6

Freitag, 7. September 2012, 13:19

Hallo Frank und Volker,

ich muss euch hier wiedersprechen, das was ferdi baut, gibt es wirklich. Solltet ihr mal das Buch "Die Muldentalbahn" bekommen, dann werdet ihr erfahren, dass der (ich glaube es war der Rochlitzer) Landesfürst dem Bahnbau der Muldentalbahn nur unter der Bedingung zustimmte, dass ein Tunnel unter seinem Burgberg angelegt wird. Extra zu diesem Zweck wechselte die Multentalbahn zweimal über die Mulde!

Dieses Buch ist übrigens das wohl spannendste Buch über die deutsche Eisenbahngeschichte, welches ich bisher gelesen habe.

Also Ferdi, weitermachen.

Gruß

Roland

7

Freitag, 7. September 2012, 13:31

Ah so Roland,

dann hat man also extra einen Bogen unter den Burgberg gebaut, wusste ich nicht. Dann macht´s aber Sinn ... ?(

lG
Volker


Tante Edit fragt: kann man das irgendwo bei Guggel Örß sehen?
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8

Freitag, 7. September 2012, 15:51

Hallo Roland,

das ist ja spannend! Also "Keine Regel ohne Ausnahme" oder "Alles bloß eine Machtfrage", motivierten hier doch wohl olfaktorische Gründe - oder dachte er tatsächlich an den sinkenden Wiederverkaufswert seiner Immobilie angesichts der zu erwartenden Emissionen vor seiner Tür.
Hoffentlich hat der Fürst diesen Tunnel dann auch bezahlt :rolleyes:


Gruß Frank

Nun habe ich auch den Google-Link ("Rochsburg) gefunden und mir wird die Motivation für diesen Tunnel wird nicht klarer: er wird nicht unterhalb der Burg geführt sondern unterquert nur die Zufahrtsstraße (Schloßstraße) - es ging also wohl um eine ständig ungefährdete Zufahrt zur Burg...
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9

Freitag, 7. September 2012, 16:04

Danke Frank,

dachte ich´s mir doch ;)

Alles andere wäre auch "dumm Tüch" gewesen.

ein schönes WE
Volker
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10

Samstag, 8. September 2012, 10:12

Hallo,

gestern wurden noch folgende Vorschläge gemacht.

- Burg mehr nach hinten in die Ecke zu setzen wodurch unterhalb der Burg noch ein Fichtenwald entstehen kann.
- rechte Seite unterhalb der Burg ein See bis zum Modulrand
- im Vordergrund des Moduls ein Fluß

na schaun wir mal
Gruß Ferdi

11

Samstag, 8. September 2012, 13:53

Servus Ferdi,

ein Vorschlag meinerseits: Einen kleinen (unbefestigten?) Parkplatz unterhalb der Burg, mit einem Fußweg durch den Wald zur Ruine hinauf.
Vllt. noch eine mobile Frittenbude auf den Parkplatz mit ein, zwei Bierzeltgarnituren ...


Ein anderer Vorschlag wäre dann einen Trupp Waldarbeiter bei Baumfällarbeiten (evtl. mit "Rückepferden")

... aber Hauptsache, diese unselige Untertunnelung verschwindet ;)

nur mal so hingedacht ...

mfmG
Volker
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12

Sonntag, 9. September 2012, 09:29

Halllo Ferdi,

Volkers Vorschlag

Zitat

Ein anderer Vorschlag wäre dann einen Trupp Waldarbeiter bei Baumfällarbeiten (evtl. mit "Rückepferden")
würde thematisch recht gut zum geplanten Sägewerk passen.
Allerdings würde ich keinen See auf das Modul setzen.
Ein etwas größerer Bachlauf - vom Berg kommend - , der ausreichend Wasser für das Mühlrad liefert. Und höchstens oberhalb des Mühlrades einen Mühlenteich.

Gruß
LokJo

13

Sonntag, 9. September 2012, 13:45

So,
ich habe einmal weiter gemacht.
rechts neben der Burgruine ist noch etwas Platz für den Mühlteich und den Bach von Lokjo.


Die Ruine liegt oberhalb der Kurve und nicht in der Ecke des Moduls unterhalb des Felsen kännte man einen Kleinen Fichetenwald Anpflanzen


Linke Seite der Ruine mit der Felswand. der Weg geht da oben über den Felsgrad ins Hinterland.
Gruß Ferdi

14

Sonntag, 9. September 2012, 18:07

Hallo Ferdi,


so sieht das schon viel gefälliger aus. Die Felsen sehen aus, als hätte vor vielen vielen Jahren die Natur sie so dahin gestapelt. Selbst die Trümmer unten rechts sehen dort gut aus :thumbup:


Grüße aus dem Mobakeller,
Dirk

15

Montag, 10. September 2012, 12:58

Nun habe ich auch den Google-Link ("Rochsburg) gefunden und mir wird die Motivation für diesen Tunnel wird nicht klarer: er wird nicht unterhalb der Burg geführt sondern unterquert nur die Zufahrtsstraße (Schloßstraße) - es ging also wohl um eine ständig ungefährdete Zufahrt zur Burg...

Hallo Frank,

der Tunnel unterquert nicht nur die Schloßstraße, sondern die ganze Fläche oberhalb der Schloßstraße. Er ist ca 200 m lang. Und er ist auf ausdrücklichem Wunsch des Landesfürsten so angelegt worden, dass er seinen Tunnel hat. Ansonsten hätte er dem Bahnbau durch sein Fürstentum nicht zugestimmt.

Bei Google ist auch zu sehen, dass es nicht nur eine Straßenunterquerung ist. Allerdings ist Google "heute", bei der Erbauung der Bahn gehörte wohl das untertunnelde Gelände noch mit zur "Wohnanlage" des Landesfürsten. Geplant war die etwas längere, aber preiswertere Streckenführung entlang der Mulde.

Was die Kosten des Tunnelbauens anbelangt, so war es häufig der Fall, dass ein Tunnel kostengünstiger, als ein Einschnitt war. Sonst hätte man im 19.Jahrhundert nicht so viele Tunnel gebaut! Am Rhein gibt es sehr kurze Tunnel, diese Felsvorsprünge hätte man auch abtragen können, aber die Kosten wären dann wohl höher als ein Tunnelbau gewesen. Dabei darf man nicht von heutigen Maßstäben ausgehen, im 19. Jahrhundert war die Arbeitskraft der niedrigste Kostenanteil und das wurde (aus-)genutzt.

Aufgeschltzt wurden Tunnel nur dann, wenn entweder die Profilbreite oder -höhe nicht mehr gegeben war oder das Deckgebirge nicht (mehr) tragfähig war. Es kam auch vor, dass gleich Einschnitte geschaffen wurden (z.B. Moltke-Einschnitt auf der Zackenbahn), weil wegen der schlechten Beschaffenheit des zu durchördenten Gesteins ein Tunnel nicht baubar war. Solche Einschnitte haben dann aber meist die kalkulierten Kosten gesprengt und sind ein dauerhaftes Ärgernis im Winterbetrieb. Da ich mich intensiv mit der Zackenbahn beschäftigt habe, liegen mir dazu Berichte vor, von Schneeverwehungen in den Einschnitten der Strecke, welche auch mit der Schneeschleuder nicht beseitigt werden konnten und zur Betriebseinstellung über mehrere Tage führten. Dies ist auch ein wichtiger Grund, warum Tunneln gegenüber einem tiefen Einschnitt der Vorzug gegeben wurde.

Ferdi hat nun sein Konzept vollständig umgestellt, wobei mir persönlich die Lösung mit dem Tunnel besser gefallen hat. Jetzt fehlt mir die Begründung, wieso der Burgberg die gleiche Ausrundung wie die Gleistrasse hat. In der Natur kommen solche gleichmäßigen Ausrundungen höchstens an Flüssen vor.

Gruß

Roland