Du bist nicht angemeldet.

1

Montag, 15. Oktober 2012, 21:10

Frisur des G-Wagens der Verbandsbauart A2

Hallo,

in einem anderen Forum gab es vor einiger Zeit einmal eine Diskussion um das Fehlen eines zeitgemäßen G-Wagen der Verbandsbauart A2 (G10).
Da ich eine Zeichnung von 1913 dieses Wagens besitze, habe ich mal Rechner, Meßschieber und alle Flachdach-G-Wagen durchgemessen.
Dabei bin ich zu folgendem Ergebnis gekommen:
Minitrix: Der Wagenkasten stimmt in allen Maßen und auch bei den vorhandenen Details, wie je Seite 2 Jalousien und 2 Ladeluken, Am Fahrgestell stimmen nur die etwas seitlich versetzten Trittbretter unter den Türen. Der Langträger ist zu hoch und die Achslager zu niedrig. Die Tritte und Owalahalter am Wagenkasten fehlen und die Griffe sind unvollständig. Dafür hat er Bremsnachbildung, welche das Original nicht hatte.

Fleischmann(mit Bremserhaus): Der Wagenkasten stimmt in allen Maßen. Auch die Tritte an den Stirnseiten sind vorhanden. Dafür fehlen die Griffstangen an der Nichtbremserseite. Owalahalter sind vorhanden. Er hat nur jeweils eine Jalousie und ein Ladeluke pro Seite und dafür zusätzliche Aussteifungen an den Wagenkastenenden. Diese Aussteifungen sind eigentlich eine Zutat nach 1945, wie vermutlich auch das Verschließen je einer Ladeluke und einer Jalousie pro Wagenseite.
Das Fahrgestell ist fast Maßstäblich, nur der Langträger ist zu hoch. Weiterhin sind die Wandstärken des Wagenkastens dicker als beim Minitrixwagen, wodurch die Aussteifungsprofile globiger wirken.

Da ich Epoche-II-Fahrer bin, kommt für mich eigentlich nur der Minitrixwagen in Frage. Zuerst werden mal 3 Wagen ohne Bremserhaus und ohne Bremsen frisiert.

Also muss erst einmal ein neuese Fahrgestell ohne Bremsanlage her. Das alte Arnoldfahrgestell, welches unter den noch ohnen KKK gelieferten Wagen ist, eignet sich vom Achsstand und den Achslagern recht gut. Es hat nur den Nachteil das es 1mm zu breit ist. Die Bremsanlage ist bei diesen Wagen ein Extrateil und wandert in die Ersatzteiliste.
Um das Fahrgestell schmaler zu bekommen, habe ich ein Metallsägeblatt von 1mm dicke in den Schraubstock gespant und einen Langträger mit Achslagern durch auf dem Sägeblatt hinundher schieben abgetrennt. Dann habe ich den Langträger wieder an das Fahrgestell mit Sekundenkleber angeklebt.
Links Original, rechts schmaler
Damit die Arnoldradsätze wieder passen, wurden die Achslager wenige Zehntel nach dem Zusammenkleben tiefer gebohrt. Man muss sehr vorsichtig mit dem Klöbchen bohren, damit man nicht durchbohrt. Da die Achsen ganz schönes Seitenspiel in den Achslagern hatten, sind höchstens 1-2 Zehntel mm auszubohren, dann drehen sich die Radsätze leicht.

Kurzkupplungskinematik sollen die Wagen natürlich auch bekommen. Da ich meine Güterzüge schrittweise auf die Tilligkupplung umrüste, brauche ich natürlich eine Normaufnahme. Diese wird von Peho angeboten und ist eine einfach geniale Konstruktion und dann auch noch sehr Preiswert.
Dazu habe ich sie auf dem Fahrgestell angezeichnet und dann mittels Laubsäge ausgeschnitten. Damit das Fahrgestell nicht Instabil wird, wurde oben über die Öffnung ein Stück Polystyrol 15mm x 10 mm x 1mm geklebt. Zur Pufferbohle muss 1mm Platz für das Gehäuse gelassen werden.


Da ich die Aussparungen reichlich groß gemacht habe, konnten die Kulissen dann vor dem ankleben entsprechend ausgerichtet werden.


Fortsetzung folgt.

2

Montag, 15. Oktober 2012, 21:22

1. Fortsetzung

Auch die Langträger vom Arnoldspenderwagen sind etwas zu hoch. Um das Gehäuse in richtiger Höhe aufsetzen zu können, ist von den Pufferbohlen oben ca. 0,5mm abzuschschleifen und vom Wagenkasten ca. 0,2mm an den Strinseiten unten abzuschleifen. Die seitlichen Streben des Wagekastens müssen bis zu Oberkante des unteren Flansches des Langträgers gehen, dann stimmt es.

In die Pufferbohlen müssen nun noch die Puffer (Bernd Thomschke) mit Pufferplatten (Kuswa) eingesetzt werden. Ich habe sie erst einmal nur eingesteckt, dmit sie mich währende weiterer Arbeiten nicht stören.


Gruß
Roland

Fortsetzung folgt.

3

Mittwoch, 17. Oktober 2012, 22:26

Trittbretter unter den Türen

Hallo,

weiter geht es mit den Trittbrettern. Diese wurden aus 0,35mm verkupferten Stahldraht und aus Messingstreifen 0,2mm x 1mm (Hassler) angefertigt. Die Trittbretter sind 11 mm lang, die Halter haben einen Abstand von 8mm.
Am einfachsten lassen sich die Drähte anlöten, indem man diese als U biegt (unteres Teil) und erst dann das überschüssige Material abschneidet.

Nach dem Abwinkeln der Drähte werden diese in eingebrachte Bohrungen eingeklebt. Damit die Trittbretter alle im gleichen Abstand und parallel zum Langträger eingeklebt werden, habe ich mir ein 2mm dickes Distanzstück hergestellt.


Fertig eingesetzte Trittbretter.

Gruß
Roland

4

Samstag, 20. Oktober 2012, 19:42

Owalahalter und Griffstangen

Hallo,

als nächstes müssen 4 Owalahalter an den Wagen. Diese gibt es als Ätzteil, ich habe mich aber entschieden, alte noch vorhandene Fahrleitungsstücke von Hobbex zu verarbeiten.
Aus dem Fahrleitungsstück wird ein Hänger mit kurzem Fahrleitungsstück und Tragseilstück herausgeschnitten. Das Fahrleitungsstück und Tragseilstück ist das Teil, auf dem die Owala aufgesteckt wird, der Hänger wird mittig noch durchgeschnitten, damit hat man zwei Owalahalter. Das Maß des Owalahalters habe ich vom GFN-G10 abgenommen.

Die Schiebetüren erhalten zwei Griffe aus 0,2mm Bronzedraht.
Damit diese genau gleich sitzen wurde zum einkleben ein Stück Polystyrol beigelegt.
An den Stirnseiten werden ebenfalls aus 0,2mm Bronzdraht neue Haltegriffe eingesetzt. Die angespritzten Griffe habe ich nicht entfernt, da diese durch die neuen Griffe abgedeckt werden.


Als letztes werden noch 8 Tritte angebracht, was aber erst nach dem Befestigen des Gehäuses auf dem Fahrgestell erfolgen wird.

Gruß
Roland

5

Samstag, 20. Oktober 2012, 23:15

Hallo,

für den Schuss habe ich mir die Tritte an den Stirnseiten aufgehoben. Über den Puffern ist je ein Tritt und an den Pufferbohlen außen neben den Puffern sind je ein Tritt anzubringen. Diese gibt es von KUSWA als feines Ätzteil zu kaufen.
Die Tritte über den Puffern sind kein Problem, es wird ein Loch in den Wagenkasten gebohrt und der Tritt eingeklebt. Die an den Pufferbohlen sind aufzukleben, mein Wille war stark, aber die Tritte haben sich gaz schön zur Wehr gesetzt, ehe sie so dran waren, wie ich es wollte. Mein Wille hat letztendlich gesiegt, die Tritte sind dran.


Nun müssen natürlich auch noch gebremste Wagen mit in den Zug. Davon habe ich 2 Stück von Fleischmann, die aber im Zustand nach 1945 sind. Zwei Gehäuse von Minitrix habe ich auch noch, also ist der Umbau der beiden Fleischmänner angesagt.
Das ist einer der beiden umzubauenenden Wagen.
Nach dessen Demontage werden die unteren Schiebetürschienen vom Langträger mit der Laubsäge entfernt. Danach passt das Gehäuse von Minitrix bereits drauf, wenn auch noch etwas zu hoch, die richtige Gehäusehöhe wird später durch etwas abfeilen der Pufferbohlen erreicht.


Gruß
Roland

6

Sonntag, 21. Oktober 2012, 12:44

A2 mit Bremserhaus

Hallo,

als erstes ist der Wagenkasten 0,5mm tiefer zu legen. Dazu wird auf der Nichtbremserseite ein Streifen oben von der Pufferbohle abgeschnitten.

Auf der Bremserseite wird der halbe Millimeter am Wagenkasten entfernt.

Dann wird das Bremserhaus vom Fleischmannwagen angepasst und angeklebt. An den Leitern wird unten das Querstück entfernt und diese ebenfalls angeklebt.

Jetzt ist ein kleiner Spalt zwischen den Leitern und dem Fahrgestell, dort wird nach Einbau der KKK ein Streifen Riffelblech eingesetzt.

Gruß
Roland

7

Mittwoch, 24. Oktober 2012, 22:34

Schlussspurt!

In die Fahrgestelle werden nun wieder Peho-Kinematiken eingebaut. Die Aussparung im Fahrgestell im Bereich der Leitern wird mit einem Streifen Riffelblech (FKS-Modellbau) abgedeckt. In der Mitte kommt als Ballast ein Stück Blei aufs Fahrgestell (die Stahlplatten können wegen des Magnetfeldes der Peho-Kinematiken nicht verwendet werden).

Der Wagenkasten wird an der Nichtbremserseite und den Seitenwänden genaus bestückt, wie der ungebremste Wagen. An der Bremserseite werden die Fleischmann-Griffstangen und zwei etwas kürzer Griffstangen am Wagenkasten angebracht. Die Owalahalter habe ich auf gleicher Höhe wie bei den anderen Wagen angebracht, es gibt aber auch Ausführungen, wo die Owalahalter auf der Bremserseite auf dem Dach sind.


Da es von diesen Wagen 121 770 Stück im Jahr 1944 gab, habe ich mir wenigsten 5 Stück, davon 3 ungebremst, gebaut.


Jetzt fehlen noch die Zettelkästen (Kuswa), die Lackierung (Weinertfarben) und die Anschriften.

Gruß
Roland