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Donnerstag, 25. Oktober 2012, 19:51

Meine Sandbahn in Nf

Hallo,

auf einem meiner nächsten Module soll eine Sandverladung im Bereich der Industriebahn erfolgen. Der Sand soll mit einer Schmalspurbahn angeliefert werden. Dazu habe ich in verschiedenen Büchern nach geeigneten Vorbildern gesucht. Anfangs bestand der Plan, eine Sandbahn nach Vorbild aus Schlesien mit den riesigen 1´E1´-Lokomotiven nachzubauen. Dazu hätte aber das Modul zu groß gebaut werden müssen. Dann erwarb ich in Spur T bei ebay günstig einen Zug.

Er wurde mehr aus Neugier gekauft, um dessen Technik für die Motorisierung einer Kö I zu studieren. Da in diesem Zug zwei Motorwagen enthalten waren, blieb mindestens einer für eine Feldbahnlok. Da ich begeisterter Ellok-Fan bin, suchte ich mir dann Vorbilder in diesem Bereich. Im Siemensjahrbuch "Elektrische Bahnen" von 1929 fand ich dann das, was ich suchte. Eine schwere Abraumlok, welche in verschiedenen Spurweiten seit 1923 angeboten wurde.

Auf diesem Bild ist sie in der Form mit 4 Stromabnehmern zusehen, wie sie 1923 in Seddin ausgestellt wurde. Später wurde sie auch mit zwei Stromabnehmern für den Betrieb mit einfacher Fahrleitung und Rückleitung über die Gleise gebaut. Diese Lok wurde sehr niedrig gebaut, da sie durch eine Öffnung des Baggers fahren musste. Die Stromabnehmer hatten kein starres Schleifstück, sondern eine Rolle, welche gegen den Scherenstromabnehmer isoliert war.

Als erstes musste eines der angetriebenen Fahrgestelle gekürzt werden. Da nur ein Drehgestell angetrieben ist, ging das relativ einfach zu bewerkstelligen. Links Original, rechts gekürzt.
Das Gehäuse der Lok entstand aus Neusilberblech, welches zusammengelötet wurde, um der Lok die nötige Stabilität zu geben.


Geht gleich weiter 8o

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »et89« (28. Januar 2013, 22:20)


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Donnerstag, 25. Oktober 2012, 20:12

Die Lokomotive

Vergessen hatte ich zu erwähnen, wie der Strom zum Motor kommt. Beim T-Modell sind im Dach des Triebwagens zwei Metallstreifen befestigt. Über diese wird der Strom von den Spiralfedern der Drehgestelle zu den Motorkontakten geführt. Bei meiner Lok habe ich als Ersatz eine Leiterplatte eingesetzt. An dieser Leiterplatte wurde dann auch das Gehäuse mittels kleiner M1-Schrauben befestigt.

Dann erfolgte mittels Straßenroller und Zugmaschine der Transport zum Fahrzeugausrüster. ;)

Dort wurden die Bühnen aus Neusilberblech, die Griffstangen aus 0,2mm Draht, die Loklaternen aus abgeschliffenen Stecknadelköpfen und die Pantographen aus 0,2mm Draht, angebracht. Anschließend erfolgte noch die Lackierung mit dem Luftpinsel.

Der Herr Preiser staunt nicht schlecht, so eine Lok hat er noch nie zuvor gesehen.

Eine der nächsten Arbeiten an der Lok ist die verlängerung der Drehgestellrahmen und der Einbau der Kupplungen. Schließlich soll sie auch mal Wagen ziehen.

Gruß
Roland

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Montag, 28. Januar 2013, 22:34

Projekt Sanbahn ist gestorben, es lebe die Schmalspurbahn

Hallo,

die Gesellschafter der Sandbahn haben sich verkalkuliert. Das geplante Sandaufkommen, welche solch eine Bahn rechtfertigt, ist nicht eingetreten, so dass die Sandbahngesellschaft in Konkurs ging. Da aber bereits eine kurze Strecke fertig gestellt ist, es fehlen lediglich noch die Fahrleitungsmaste, hat sich der Kreistag entschlossen, diese Bahn aus der Konkursmasse günstig zu erwerben. Vorerst wird sie dem Personenverkehr zur Kreisstadt dienen. Dazu wurde als ertes sehr günstig ein kleiner Triebwagen erworben, welcher eigentlich für die MPSB gebaut wurde, den dort aber niemand haben wollte.





Hier die ersten Probefahrten mit dem noch nicht vollständig zugerüsteten Triebwagen.

Der Kreistag verhandelt zurzeit mit einem bekannten Dampflokbauer über die Anschaffung einer Dampflok, um auch einen bescheidenen Güterverkehr durchführen zu können.
Da jetzt schon klar ist, dass der Triebwagen auf Dauer für den Personenverkehr nicht ausreichen wird, ist weiterhin geplant, mindestens zwei Personenwagen anzuschaffen. Einer könnte dann an den Triebwagen gehangen werden und der zweite mit im Güterzug eingestellt werden.

Mit freundlichen Grüßen
Roland ;)

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Mittwoch, 30. Januar 2013, 19:56

Hallo,

nach einigen Probefahrten wurde die TAB zu einer Vorabnahmefahrt eingeladen. Ausgerechnet bei dieser Fahrt kommt es an einem Bahnübergang fast zu einem Zusammenstoß mit einem Pferdevorwerk. Dessen Kutscher hat den dunklen Triebwagen zu spät erkannt.
Natürlich war das gleich ein Grund für den TAB-Inspektor unserer Kleinbahngesellschaft eine weitere Auflage zu erteilen. Folgendes kam bei der Probefahrt heraus:
-Es sind Schlusssignallampen an den Stirnseiten unterhalb des Daches anzubringen
-Der Farbanstrich ist so zu ändern, das der Triebwagen sich gut von der Umgebung abhebt
Diese Auflagen wurden sofort in der nächstliegenden Lackierei erfüllt. Unser bahneigene Elektriker beschaffte noch 4 rote Lampen und brachte diese wie gefordert an.

In der Zwischenzeit wurde von uns der erste Personenwagen in Empfang genommen und eine Vorabnahme gemacht.

Dem Hersteller des Wagens wurde ein Forderungkatalog mit noch auszuführenden Arbeiten übergeben, u.a. ist eine Toilette einzubauen und an den Wagenenden im Türbereich sind Griffe anzubringen.
Bevor der Wagen wieder zum Hersteller zwecks Vervollständigung geschickt wird, wurde noch eine Probefahrt am Triebwagen durchgeführt.

Diese verlief recht gut, so dass eine erste Anzahlung für den Wagen gemacht werden konnte.

Mit freundlichen Grüßen
der Kleinbahnvorstand

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Mittwoch, 27. Februar 2013, 21:12

Hallo,

habe mir heute mal die kleine Dampflok zur Brust genommen. Sie wurde mit Weinertfarben lackiert.

Da sie keinen eigenen Antrieb erhalten wird, bekommt sie auch nur 2 Radsätze, damit sie besser in den Gleisbögen rollt. Das dürfte bei der Außenrahmenlok nicht auffallen, das da zwei Radsätze fehlen.

Hergestellt habe ich die Radsätze aus Laufrädern der BR 74 von Märklin Z. Sie wurden auf eine Breite von 0,9mm abgedreht und die Spurkränze von 0,6 auf 0,3mm abgedreht. Dafür habe ich mir eine Drehhilfe bauen müssen.



Das Lokgehäuse ist ein 3D-Druck. Die Weinertfarben halten darauf sehr gut und sind schnell trocken. Die schwarze Farbe wurde gespritzt, die rote Farbe mir dem Pinsel aufgebracht.

Gruß
Roland

6

Samstag, 2. März 2013, 22:49

Hallo,

nachdem die Bahnverwaltung den Lokrohbau besichtigt hatte, wurde bei einer Vorstandsitzung festgelegt, diese Lok käuflich zu erwerben. Die Lokbaufirma hat sich über diesen Kaufentscheid sehr gefreut und die Lok kurzfristig zur Auslieferung gebracht.

Bei der Waggonbauanstalt wurde die Fertigstellung des ersten Personenwagens angemahnt, was dann auch zur schnellen Auslieferung führte.

Bei der Abnahme des Wagens wurde noch ein nicht ganz fertig gestellter Personenwagen mit Gepäckabteil entdeckt, für welchen sofort ein Kaufvertrag gemacht wurde. Obwohl er noch nicht ganz fertig gestellt ist, es fehlen noch die Fenseterscheiben, wurde er sofort günstig erworben und mitgenommen. Die Verglasung wird ein ortsansässiger Glaser übernehmen.

Und so sieht das kleine Züglein jetzt komplett aus.

Gruß
Roland

7

Sonntag, 3. März 2013, 18:19

Hallo,

der Glaser hat nun den zweiten Wagen verglast.

In der bahneigenen Werkstatt erhielten die Fahrzeuge Kupplungen. Da die vorhandenen T-Kupplungen bei den langen Fahrzeugen nicht genügend seitenbeweglich sind, wurden einfache Kuppelstangen angebracht. Diese sind 12 mm lang und wurden 2,5mm vom Wagenende aus mittels M1-Schrauben angebracht.
Der mit einem Antrieb versehene Personen-/Gepäckwagen erhielt zwei Kuppelstangen, der andere Personenwagen eine Kuppelstange und einen Stift zum einhängen in die Kuppelstange des ersten Wagens und die Lok nur einen Stift.


Danach erfolgte eine Probefahrt. Der Vorstand der Kleinbahn war begeistert, es lief alles ohne Entgleisung, selbst als der angetriebene Wagen am Zugschluss hing.

Jetzt steht noch die Beschaffung von Güterwagen an, welche an den Personenzug angehangen werden sollen. Vorerst ist an die Beschaffung von 2 kleinen O-Wagen gedacht.

Mit freundlichen Grüßen
Roland

8

Mittwoch, 6. März 2013, 23:10

Hallo,

der erste Güterwagen ist fertig. Wer die T-Bahn-Modelle kennt und schon mal ein Drehgestell auseinander genommen hat, wird es wissen, die Radsätze haben keine Achsspitzen (wie wir es von N kennen), sondern in den Rädern Vertiefungen und die Achslager haben kleine ins Achslagerblech gedrückte Spitzen. Das habe ich natürlich auch erst einmal versucht nachzumachen. Das wurde aber zu ungenau, also musste eine genauere Lösung her. Und die fand ich, in dem ich anstelle der Achslager 0,6mm Löcher gebohrt habe und dort 0,7er Schrauben hinein gedreht habe.

Nach auflöten der Längsträger mit den Achslagern auf eine passend zugeschnittene Leiterplatte konnte ich so die Radsätze einbauen. Mittels der Schrauben lässt sich jetzt der leichte Lauf der Radsätze sogar einstellen. Die Schraubenköpfe sind gleich die äußeren Achslager.

Aus Evergreenplatten und gelaserten U- und L-Profilen mit Nietnachbildungen entstand der Wagenkasten.


Noch sind zwei weitere Radsätze da und ich werde einen weiteren etwas längeren MPSB-O-Wagen bauen, denn in den passt zu wenig Ladegut rein, stellte die Bahnverwaltung fest.

Gruß
Roland

9

Sonntag, 10. März 2013, 12:01

Hallo,

die Kleinbahnverwaltung vermeldet den Zugang eines weiteren Güterwagens, welcher bei einer Ladefläche von 300 mm² bedeutend größer ausgefallen ist, als der zuerst beschaffte Wagen mit einer Ladefläche von 225 mm².

Der ganze Zug sieht nun so aus:







Jetzt muss sich die Kleinbahngesellschaft mit der weiteren Planung und des Baues der Bahnlinie beschäftigen und wird die weiteren Baufortschritte hier veröffentlichen.

Gruß
Roland