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[allg] Airbrush

1

Mittwoch, 21. November 2012, 18:18

Airbrush

Hallo zusammen

Eigendlich weis ich gar nicht, ob ich hier im richtigen Bereich bin.

Denn ich stelle keine Tips und Tricks oder Grundlagen ein, sondern suche welche.

Ich möchte mir für meine Mobabastelleien Airbrush und knowhow zulegen,
damit ich nicht mehr teure Sprühdosen kaufen muß.

Erste Frage was brauche ich an Geräte?
Welche Preislagen und was reicht aus?
2. was brauche ich an Farben?
3. was brauche ich an Wissen?

Als kurz um ich brauch Hilfestellungen um eine Entscheidung zutreffen

Danke schon mal für eure konstruktive Hilfe.

mfG Jürgen

2

Mittwoch, 21. November 2012, 23:58

Hallo Jürgen,

natürlich bist du hier richtig - und ich glaube, ich kenne da einen Meister des "Luftpinsels" ;)


Gruß
Frank
Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt (Joachim Ringelnatz)
Neue Anlage - Bahnhof Wildbad - Modellbahnsteuerung - EMD MRS 1

3

Donnerstag, 22. November 2012, 23:38

Hallo zusammen,


werde demnächst was dazu schreiben, komm im mom irgendwie net rum...



Gruß

Werner

4

Sonntag, 6. Januar 2013, 15:08

Hallo Werner
ich hol den Fred mal hoch, denn ich wollte auch bald mal airbrushing veranstalten und jeder tip ist da schon hilfreich

LG
Marcus

5

Sonntag, 6. Januar 2013, 15:11

Hallo,

ja ok... Asche auf mein Haupt...Werde mal im Laufe der Woche paar Gedanken niederschreiben.



Gruß

Werner

6

Dienstag, 8. Januar 2013, 21:13

Hy Leute

Morgen werde ich nach Aachen fahren und mir mal das ein oder andere Geräht anschauen.

Eine Box mit Klarsicht Deckel + Drehteller mit Schinenstrang und Löscher zum befestigen
habe ich schon gebaut.

bis dann, schöne Grüße
Jürgen

7

Dienstag, 8. Januar 2013, 21:24

Hallo Jürgen,

Zitat

Eine Box mit Klarsicht Deckel + Drehteller mit Schinenstrang und Löscher zum befestigen

mach mal bitte den Erklärbär und evtl. ein Foto.
Wofür brauchst du z. B. einen oder mehrere Löscher zum Befestigen?

fragend mit lG
Volker



... zu meiner HP: http://vaueff.jimdo.com/

8

Dienstag, 8. Januar 2013, 22:50

Hallo Jürgen,

ich versuch jetzt einfach mal deine Fragen so gut es geht zu beantworten.


Erste Frage was brauche ich an Geräte?
Du brauchst auf jeden Fall ne Pistole, Kompressor mit Lufttank ca. 3l Inhalt (mach bitte nix mit Druckluftflaschen oä...) Luftstrom: 20-23l / min und Lärmniveau: ca. 54 dB oder weniger, wenn du in der wohnung brushen willst, Außerdem ist ein Druckregler und Wasserabscheider am Kompressor wichtig, dann Schlauch Kompressor-Pistole, einen Pistolenhalter und so ein sprayout-pot ist auch immer ganz empfehlenswert. Ein paar so Kunststoff-Einwegpipetten wären auch nicht schlecht.


Welche Preislagen und was reicht aus?
Kommt drauf an was dein Geldbeutel so hergibt und was du damit machen willst. Eine einigermaßen vernüftige Pistole ist schon wichtig, Double-action (keine Single-action mit Außenmischung, die is nur was für grobe, große Flächen). Schau mal bei ebay, da gibt es teilweise sets so ab 100€ mit 2 oder 3 Pistolen und dem ganzen Zubehör, was ich oben schon genannt habe. (z.b. http://www.ebay.de/itm/AIRBRUSH-KOMPRESSOR-KOMPLETT-SET-MIT-3PISTOLEN-AS186-D-/271129230872?pt=Modellbauwerkzeuge&hash=item3f208fbe18 )


2. was brauche ich an Farben?
Auch bei den Farben kommt es drauf an was du machen willst. Willst du Gebäude lackieren und/oder altern die nicht mehr häufig angefasst werden, kommst du mit den Revell-aqua-color gut aus. Für Wagen Loks uä. was man öfters in die Hand nimmt würde ich sie nicht verwenden, da nicht so grifffest sind. Für Wagen, Loks und Autos nehme ich entweder elita, vallejo, weinert oder Farben von RST. Ich habe auch Schminke-Farben da, hab die aber noch nicht ausprobiert. Die haben den Vorteil, daß sie bereits spritzfertig sind, alle andern erwähnten mußt du verdünnen.


3. was brauche ich an Wissen?
Wissen kannst dir nicht kaufen, das mußt du dir selbst aneignen. Kurs machen, lesen (Bücher, Foren) und ausprobieren... Ich selbst war 2x bei nem Mobaverein und hab mirs bei nem worhshop zeigen lassen...Learning bei doing is auch ne möglichkeit, aber da kanns natürlich sein, daß man sich Sachen angewöhnt, die nicht so optimal sind...




das wären so meine Erfahrungen...




Gruß

Werner

9

Sonntag, 13. Januar 2013, 12:09

Lackierbox

Hallo zusammen

Hier mal Bilder meiner Lackierbox

Die Nägel stecken in Löcher zum fixieren, ob so ein Wagen
sich davon machen würde weiß ich nicht.
Die Box ist ein vereinfachter Nachbau aus der MibaPraxis Farbe,Lack .....





schöne Grüße
Jürgen

10

Sonntag, 13. Januar 2013, 12:55

Servus Jürgen,

die Box ist dir ja gut gelungen ...
Mir (als Malerlaie) stellt sich allerdings da eine Frage:

Zitat

Die Nägel stecken in Löcher zum fixieren ...

Wieso "fixierst" du den Wagen?
Ich dachte immer die Lackierung würde im zerlegten Zustand des Modelles erfolgen ... (und hier speziell mit ausgebauten Achsen)


Ein paar erläuterde Worte wären nett.

lG
Volker

... zu meiner HP: http://vaueff.jimdo.com/

11

Sonntag, 13. Januar 2013, 17:23

Hallo Volker

Der Teller ist auch ein Vereinfachter Nachbau aus der Miba : Farbe, Pinsel Air...

Der P. Wagen steht da ja nur zur Demo drin.

Bis her habe ich auch immer auseiander gebaut,
auch habe ich bis her nur mit Pinsel gearbeitet.

Mal schauen wenn ich eine "Airbrushanlage" habe,
ob ich dann etwas zum fixieren brauch. Wenn nicht
können alle Nägel einfach gezogen werden.

Bis da hin sammel ich erst noch infos.

vG
Jürgen

12

Sonntag, 13. Januar 2013, 17:48

Hallo Jürgen, hallo Volker,

im Prinzip ist so eine Lackierbox nicht schlecht, man verhindert, daß sich der Farbnebel unkontrolliert niederschlägt.Am besten noch eine Absaugung und Filter einbauen, dann isses gut. Hier mal noch eine Anleitung zum Selbstbau.
Was mir auffällt ist, daß teilweise auch professionelle Spritzboxen mit so einer Drehscheibe angeboten werden. Ganz versteh ich den Sinn dahinter (noch?) nicht. Wenn du einen Würfel mit glatten Wänden auf 5 Seiten lackieren willst dann kannst du so eine Drechscheibe verwenden. Sobald du aber z.b. Profile, Unebenheiten, Fensteröffungen uä auf der Fläche hast, wirst du dir schwer tun das auf so einer Drehscheibe sauber zu lackieren, weil du ja nicht immer nur senkrecht zur Fläche lackieren kannst. Man muß z.b. oft ein Teil auf den Kopf drehen, damit man z.b. die untere Gehäusekante lackieren kann.
Ich selbst verwende kleine Kanthölzer (ca 8mmx8mm) auf welchen ich dann z.b. ein Wagengehäuse oder Unterteil oder was auch immer mit doppelseitigem Klebeband befestige. Da kann ich dann das Gehäuse in alle möglichen Richtungen drehen und kippen um auch den letzten Winkel sauber und deckend zu lackieren. Ich empfehle an der Hand, mit der man den Holzstab hält, einen Gummihandschuh zu tragen. Das Erspart später einiges an Reinigungsarbei an der Hand. Hier mal paar Beispiele von Wagenkästen auf so einem Holzstab:

Volkers NEG-wagen in der Lackierei:





hier sieht man gut, wie ich das Wagenoberteil auf dem Stab befestigt habe



hier nochmal ein Lackierbeispiel eines IC-Wagens



Und das Ergebnis



Wie man auf den Bildern sehen kann, zerlege ich die Wagen oder Loks oder Autos grundsätzlich komplett, damit nur dieTeile mit der Farbe in Berührung kommen, die das auch sollen. Bei Fahrgestellen entferne ich grundsätzlich Räder und Kupplungen. Was nicht entfernt werden kann, aber trotzdem keine Farbe abbekommen soll, klebe ich ab. Für größere Flächen nehme ich normale Malerkrepp, Für Rundungen, Profile, Streifen oä. verwende ich das Abklebeband von Tamiya. Es wurde mir empfohlen und ich hab gute Erfahrungen damit.
Kurz noch was zum Thema Fixierung. Verwendt man, so wie ich, diese Holzstäbchen, dann braucht es keine Fixierung. Würde man aber so eine Wagenkasten ohn Fixierung auf so eine Drehscheibe stellen, würde der beim ersten Farbstoß wegfliegen, außer man sprüht aus 20 cm Entfernung.

Soweit mal einige weiteren Gedanken zu dem Thema. Wenns weitere Fragen gibt, nicht zögern sondern fragen...




Gruß

Werner

13

Dienstag, 15. Januar 2013, 16:40

Hallo zusammen,

da Jürgen in seinem Eröffungsbeitrag auch die Frage "2. was brauche ich an Farben?" gestellt hat und bei den 160ern im Moment auch mal wieder ein Thread zu RAL-Tönen läuft, möchte ich euch hier einfach mal meine Erfahrungen schreiben.

Airbrushgeeignete RAL-Farben gibt es, soweit mir bekannt, von folgenden Herstellern:

oesling, RST, Weinert, elita (auf shop gehen), Vallejo, Schminke, Revell Email color und Revell Aqua color.

Inwieweit Tamiya, Gunze usw. RAL-Töne anbieten weiß ich nicht, airbrushgeeignete Farben gibt es aber da. Warum schreibe ich "airbrushgeeignet"? Ich schreibe das deshalb, weil die Farben eine entsprechend feine Pigmentierung besitzen müssen, damit man sie in einer Airbrush mit z.b. 0,2mm Düse verwenden kann. Horst Klappauf verwendet Autolack hat er mir mal gesagt.

Das wohl umfangreichste RAL-Sortiment dürfte Oesling haben, gefolgt von elita. Die Weinert-Farben sind ähnlich wie die von RST, auch in der Verarbeitung. Auch Vallejo hat ein paar RAL-Töne (Modell-air, Modell-color). Und dann gibt es noch da "Baukastensystem" von Schmincke, bei dem man sich aus Grundfarben fast jeden gewünschten RAL-Farbton zusammen mischen kann, siehe hier .

Grundsätzlich sei bemerkt, daß die Farben alle og. Hersteller, außer Schmincke, zuerst spritzfertig verdünnt werden müssen. Zum empfohlenen Verdünnungsverhältnis findet man meist Hinweise vom Hersteller. Die Schminckefarben sind bereits spritzfertig verdünnt. Bei Oesling und Revell Aquacolor kann mit Wasser verdünnt werden, bei den anderen Herstellern nehme ich grundsätzlich die passende Verdünnung der Hersteller. Ob man auch Nitro-universal-verdünnung nehmen kann, weiß ich nicht. Ich könnte mir vorstellen, daß ein mit Nitroverdünnung verdünnter Lack evtl. darunterliegende Lackschichten anlösen könnte. Deswegen mache ich das nicht. Für Vallejo-Farben gibt es hier spezielle Verarbeitungshinweise, alle anderen Farben finde ich in ihrer Verwendung unproblematisch, wobei ich sagen muß, daß ich mit Vallejofarben auch keine Probleme hatte.

Außer Schmincke (habe ich aber auch da) und Oesling (werde ich bei Gelegenheit mal ausprobieren) habe ich schon alle og. Farbehersteller ausprobiert. Schwierigkeiten gab es nicht. Allerdings empfehle ich die Revell-Aquacolor nur z.b. Gebäude, da sie nicht sonderlich griffest sind und die Revell-email-color Farben haben eine relativ lange Trocknungszeit. Ich verwende im Moment Weinert, RST, elita und ab und zu Vallejo. Alle sind sehr schnelltrockend und in der Verarbeitung unkompliziert, richige Verdünnung vorausgesetzt. Die elita-Farben trocknen für seidenmatt recht matt ab, was aber an der hohen Verdünnung liegt die zum brushen nötig ist (so der Hersteller). Verarbeitet man diese mit einem Pinsel, dann trocknen sie seidenmatt ab. Deshalb wird es demnächst sämtliche Farben auch in "glänzend" geben, die dann bei entsprechender Verdünnung seidenmatt abtrocken. (aktuelle Info vom Hersteller).

Wenn es noch Fragen gibt, dann ohne Hemmungen fragen, wenn ich ne Antwort darauf weiß, bekommt ihr sie auch...



Gruß

Werner

14

Donnerstag, 17. Januar 2013, 23:15

Hi Werner,

....... so so, warst bei nem Eisenbahnverein !?! ;)

hallo Volker, wenn du keine Hilfe hast, hol dir die Schminke Farben, dann sind schon mal die ganzen Verdünnungsfehler weg.

Und grundsätzlich keine Farbe ohne Sieb in die Pistole rein, dann sind auch wieder einige Fehler ausgeschlossen. Nicht dran denken, in eine Schminkeflasche mit Pipette im Deckel kommt keine Schmutz rein. Einmal ein kleiner Tropfen am Flaschenrand, Deckel wieder drauf - beim nächsten Öffnen bricht ein Teil der angetrockneten Farbreste am Rand los, und mit Sicherheit bröselt ein, wenn auch nur klitzekleiner, Teil in die Flasche. Und genau der macht dir dann beim Spritzen die Düse zu.

Wenn du zuhause irgendwo einen kleinen Handwerkerkompressor hast - der bringt, für ne Airbrush, Luft im Überfluss. Zwar laut, aber für den Anfang besser als so mancher Schrott, der da als Airbrushkompressor angepriesen wird. Und wie Werner schon schrieb, Finger weg von Kompressoren ohne Lufttank.

Wenn du ein guter Bastler bist, lässt sich aus einem Kühlschrankaggregat und einem alten Feuerlöscher mit wenig sonstigen Zutaten,ein superleiser Kompressor bauen, so wie diese Atelierkompressoren die für ein Schweinegeld gehandelt werden.

Gruss Klaus

Tante Edith meint - der Threaderöffner heisst nicht Volker sondern Jürgen

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »maNNikla« (18. Januar 2013, 18:25)


15

Freitag, 18. Januar 2013, 09:56

Hallo,

ich muß auch nochmal kurz meinen Senf dazugeben. Wie Klaus richtig schreibt "...irgendwo einen kleinen Handwerkerkompressor hast - der bringt, für ne Airbrush, Luft im Überfluss". Man sollte aber daruf achten, daß der Kompressor einen Druckregler und einen Wasserabscheider besitzt, denn diese "Handwerkerkompressoren" können druckmäßig weit mehr als die ca. 2bar, welche für ne Airbrush nötig sind. Und ein Wasserabscheider verhindert unschöne Kleckse, die entstehen, wenn Wassertropfen in den Luftstrom gelangen.




Gruß

Werner


PS: ich oute mich jetzt mal. Klaus (maNNikla) von den Eisenbahnfreunden 99 e.V. Karlsdorf - Neuthard war mein Lehrmeister. Ich war 2x zu einem Workshop da, hab viel gelernt und es hat wirklich Spaß gemacht...

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