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Samstag, 1. Dezember 2012, 13:04

Ultraschallbad: Pro und Kontra

Hallo zusammen,

nachdem ich mir mal meine Waggons von "unten" angeschaut habe, ist mir aufgefallen, dass sich an den Achsen / Rädern (komischerweise nicht an allen) ziemlich viel Schmutz angesammelt hat. Ich habe angefangen die Räder einzeln zu säubern, mit einem kleinen Uhrmacherschraubendreher ... , ein ziemlich mühsames Unterfangen :(

Nun kam ich auf die Idee, mir ggf. ein Ultraschallbad zuzulegen (Gibt es wohl demnächt wieder bei einem Discounter). Vorher würde mich allerdings eure Meinung und evtl Erfahrung mit diesem Teil interessieren. Natürlich wäre ich auch über ein paar Infos bezüglich der von euch benutzten (Reinigungs -)Flüssigkeit dankbar.

lG
Volker
... zu meiner HP: http://vaueff.jimdo.com/

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Samstag, 1. Dezember 2012, 14:09

Servus Volker,

ich benutze schon recht lang ein US-Bad zum Reinigen/Entfetten der Loks, DG mit Rädern und Zahnrädern, Lokrahmen und sogar Motoren und bin sehr zufrieden damit. Als Reinigungsflüssigkeit nehme ich SR24, habe damit gute Erfahrungen gemacht. Es gibt aber auch Stimmen die sagen, daß bei SR24 ein Film zurückbleibt, ich habe diesbezüglich noch nichts bemerkt, wobei ich sagen muß, daß ich das gereinigte Objekt meist mit Druckluft ausblase. Man liest auch, daß einfach nur Wasser mit Süli und evtl nen Schuß Spiritus auch geht, habs noch nicht versucht. Das SR24 fülle ich ein einen dünnwandigen Kunststoffbecher, z.B. die Einwegzahnputzbecher aus Hotels, stelle den in das US-Bad und fülle dann das Bad mit Wasser auf. Lokgehäuse habe ich so noch nicht sauber gemacht, weil ich bemerkt hatte, daß das SR24 bei eeinem mtx-Schienebus den Lack angelöst hatte. Beim Reinigen von Motoren im US-bad sollte man die Kohlen entfernen (hab sie auch schon drin gelassen, ging auch) und nicht vergessen, nach dem Reinigen einen winzigen Tropfen Öl in die Motorenlager zu geben, weil die nach dem Reinigen in SR24 gerne mal quietschen.
Alles in allem sollte somit auch das Reinigen von Wagenrädern kein Problem sein. Sauber werden sie sicher, müssen ggf. mal erst einweichen und dann das Bad 2 oder 3 mal, wenn der Schmutz recht hartnäckig ist auch noch öfters, einschalten.

Was ich auch noch zum Reinigen von Rädern verwende, ist ein ganz normaler Radierstift (zb. hier http://www.architekturbedarf.de/index.ph…schablonen.html). Damit habe ich auch gute Erfahrungen gemacht, ist halt etwas mehr Handarbeit als im US-Bad, denk aber etwas einfacher als mit nem kleinen Schraubenzieher.


Soweit meine Erfahrungen...



Gruß

Werner

3

Sonntag, 2. Dezember 2012, 01:14

Hallo zusammen,

für die Erstreinigung benutze ich auch gerne das US-Bad. Aber nicht mit SR24 - ist mir zu teuer. Ich benutze dafür klares Lampenöl oder Reinigungspetroleum vom Autozubehör. Hat die gleiche Reinigungswirkung nur eben deutlich günstiger.

Danach noch je nach dem Grad der "Radreifen" mit dem Glasradierer, oder dem normalen Radierstift und zuletzt dann mit einem selbst gebauten Spezialwerkzeug nacharbeiten.

Spezialwerkzeuge: je einen Eisstiel zurecht geschnitten und auf die Spitzen a) ein Stück Putzschwamm b) feines Leinentuch (altes Unterhemd) c) Stück weiches Leder aufgeklebt.

Manchmal nutze ich auch den Polierschwamm vom Dremel, aber das ist mir meist zu fummelig.

Sind die Räder dann grundgereinigt, reicht es zur Nachreinigung eigentlich immer ein Paar Tropfen der Reinigungsflüssigkeit auf ein Haushaltsuch, dies auf eine Schiene und die Wagen darüber schieben. Geht recht schnell. Diesen Tip habe ich von Jürgen W vom Dortmund Stammtisch. Danke Jürgen.

SG

Hans-N

4

Sonntag, 2. Dezember 2012, 18:09

Hallo Hans-N und alle,

das mit dem Lampenöl hab ich auch schon gehört. Also du nimmst dieses ganz normale klare Lampenöl für diese Petroleumlampen, ohne Duft? Das muß ich auch mal ausprobieren.
Als die Telekom noch Post hieß und es noch mechanische Wähler dort gab, gab es zum Reinigen der Kontakte ein Hilfsmittel wie bei deinen Spezialwekzeugen unter c). Ein Rundstab ca. 15cm lang, an beiden Enden abgeflacht und mit weichem Leder beklebt. Gab es in breit (das waren dann flache Holzleisten, nichts Rundes), normal und schmal. Ein paar normale gab es noch. Und es gab sie auch mit feinem Schleifpaper beklebt, auch in den verschiedenen Größen, da hab ich leider nichts mehr. Bin schon lange auf der Suche ob und wenn ja wo es sowas noch gibt. Vor Jahren hatte ich die mal, zumindest die mit dem Leder, angeboten gesehen, ich glaub das war bei den 160ern.


Gruß

Werner

5

Sonntag, 2. Dezember 2012, 18:35

Hallo Werner,

bei den 1zu160ern hat Roland Herzog schon mehrfach geschrieben, dass SR24 nichts anderes ist als das allgemein erhältliche Lampenöl - eben ohne die Aromate. Ob du dann für deine Moba-Zwecke lieber mit oder ohne Citrus-/Tannen-/Sonstwas-Duft auskommst, liegt ganz an dir ... :D :D :D

Er hat es sogar mit einem Chromatographen auf die Zusammensetzung hin untersucht. Anscheinden schwankt diese je nach Charge aber.

Zitat:
"SR24 und das Trix Modellbahnfluid sind das Gleiche.
Ich habe beides per GC-MS untersuchen lassen. Es handelt sich um ein aromatenfreies Mitteldestillat, also Kerosin bzw. Petroleum. Es riecht fast nicht, weil die Aromaten fehlen und es dürfte nie übereinstimmende Chargen wegen der wechselnden Mengen der vielen Einzelstoffe geben.
Ich habe mir jetzt aromatenfreies Lampenöl besorgt. Über Reinigungsversuche werde ich bei Gelegenheit berichten. Der Literpreis liegt bei 2 bis 2,50 €."

Bester MobaGruß
Tannenzäpfle

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Montag, 3. Dezember 2012, 23:12

Hallo Werner, ja genau.

Da, wie TZ ja auch richtig schreibt, nicht alle gleich sind, versuche ich das dünnflüssigste zu erwischen. Und nach mehrmaligem Gebrauch wird es dann dem eigentlichen Zweck zugeführt, sprich, es kommt dann in die Lampen.

SR24 hat im Vergleich zu Lampenöl noch einen Zusatzstoff, der die Sidetemperatur herabsetzt, sonst würde es wegen der geringen Temperatur in den Raucherzeugern nicht verdampfen. Für die Reinigungswirkung ist dies aber nicht wichtig.

Den von Dir beschriebenen Rundstab mit einem Stückchen Leder hatte ich beim Ankauf einer Komplettanlage mal mitgekriegt, leider arg demoliert. Dieser hat mich zur Herstellung der anderen "Spezialwerkzeuge" inspiriert. Aus den Eisstielen lässt sich das Ganze recht einfach mit einem Teppichmesser schnitzen, und dann bekleben nach Wahl.

Für Schleifpapier nehme ich aber die Stiele von den Sylvesterraketen. Ich brauch jetzt nur noch 1 Blatt 2000er. Dann ist mein Sortiment zunächst komplett.

Grüße

Hans-N

7

Dienstag, 4. Dezember 2012, 11:31

Hallo Hans-N,

danke für den Tip, beim Lampenöl das Dünnflüssigste zu verwenden. Bzgl. Schleifpapier, kennst du das? http://www.micro-mesh.de/. Mir ist gestern noch was eingefallen, was sich für verschiedene Dinge im Moba-bereich eigent. Und zwar sind es diese Rührstäbchen aus Holz, die es z.B. beim großen M gibt. Die verwende ich für alles mögliche, zum Aufrühren von Farben, mit Schleifpapier bekleben usw...



Gruß

Werner