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1

Freitag, 13. Dezember 2013, 16:58

noch'n Gedicht... ähm Baum...

Hallo zusammen,

eigentlich wollte ich ja mal bissi Code40-Gleisbauforschungen betreiben, aber irgendwie habe ich diesbezüglich wohl grad Lustverlust. Ich bin dann in meinem Chaos auf so Baumrohlinge von Austro-modell gestoßen, die ich neulich mal als "Füllstoff" (damit sich die 9€ Porto ausm Ösiland bissi rentieren) einer Bestellung mitbestellt hatte. Und da ich ja eh so ein Baumfan bin, dachte ich mir, ok warum nicht mal nen Baum versuchen. Ich hab mir dann mal die Anleitungen/Berichte hier im Forum durchgelesen und danach angefangen. Leider war ich wieder zu schnell und habe vergessen Bilder zu machen, wie die Rohlinge aussehen, wenn sie aus der Tüte kommen.

Als erstes müssen die Rohlinge etwas in Form gebracht werden, da die Äste in der Verpackung ziemlich zusammengedrückt wurden. Das sieht dann so aus:





Jetzt läßt sich die Form schon recht gut erkennen. Als nächsten Schritt habe ich die Form noch weiter verfeinert...





Aber so ganz zufrieden bin ich mit den Formen noch nicht, MIR fehlen hier und da noch ein paar Äste und zwar im unteren Bereich (1.Bild rechter Baum, irgendwie wirkt dann der Stamm so hoch und kahl finde ich) und oberhalb der der dicken Äste (1.Bild linker Baum)... Da werde ich wohl noch mit Draht ein paar Äste hinzufummeln.

Bei diesem hier habe ich das dann schon gemacht, leider habe ich wieder das Vorher-Foto vergessen. Es wurde der 4.Seitenast von oben nachträglich "eingebaut".




gleich gehts weiter...

2

Freitag, 13. Dezember 2013, 17:19

... und weiter gehts...

Mir ist aufgefallen, daß viele Modellbäume auf der Moba wie ein Holzpflock im "Boden" stecken. Oft ist keine Verdickung des Stammfußes zu erkennen und einen Wurzelfuß (wie es ihn oft bei freistehenden bei Solitärbäumen gibt) findet man auch recht selten. Das habe ich versucht anders zu machen. Ich habe, da ich keinen 1,5mm² Draht zur Hand hatte, einen abgeschnittenen Zahnstocher mit Ponal von unten in den Stamm geklebt. Dadurch ergibt sich automatisch eine gewisse Verdickung des Stammfußes und man hat was, um denBaum auf der Anlage zu befestigen. Weiterhin habe ich noch einen Wurzelfuß gestaltet.
Anschließend habe ich den Baum dann mit leicht verdünntem Ponal eingepinselt. Und so sieht der jetzt nach alll den Maßnahmen aus:








Als nächstes werde ich mich dann an eine ordentliche Rinde machen. Dazu will ich Ferdis Vorschlag folgen und den Baum mit dem jeweha-Staub bestreuen, nachdem der Baum nochmals mit Ponal eingestrichen wurde. Ich hoffe, daß dann die letzten "Drills" gar verschwinden.

Was ich dann zur Belaubung verwende, weiß ich noch nicht wirklich, da ist ja einiges auf dem Markt. Was verwendet ihr denn so???



bis zum nächsten mal...

Werner

3

Dienstag, 17. Dezember 2013, 19:05

Hallo,

ich hab nochmal bissi gebogen und Äste dazugemacht (bei den beiden hinteren Bäumen)...











Gruß

Werner

4

Dienstag, 17. Dezember 2013, 20:37

Hallo Werner,

Sieht direkt schon besser aus, hast Du wirklich gut hinbekommen :thumbsup:
Ich bin auf weitere Bilder gespannt wenn die Bäume begrünt werden. 8o


Gruß Norbert

5

Donnerstag, 26. Dezember 2013, 17:52

Hallo zusammen...


Ich habe dann gestern mal 2 der Bäume "berindet". Verwendet habe ich, wie von Ferdi empfohlen, den JEWEHA Basalt Split in der Körnung "Staub". Das Resultat gefällt mit ganz gut. Ferdi empfiehlt weiterhin, die berindeten Bäume kurz in ein Leimwasser (Wasser+Ponal) zu tauchen um die "Rinde" noch fester zu machen. Das werd ich dann wohl auch machen. Ich bin jetzt nur am überlegen, ob so ein Tiefengrund für Wände vllt auch gehen würde, da hab ich nämlich auch was da. Vllt mach ich einen Baum mit Leimwasser, den anderen mit Tiefengrund. Und wenn alle 4 Bäume fertig sind, gehts ans begrünen...

Und da ihr ja immer Foddos wollt... biddeschön...









Gruß

Werner

6

Donnerstag, 26. Dezember 2013, 19:24

Dangge schön für die Foddos :)
Na da bin ich schon auf die fertigen Bäume gespannt. Ich bräucht da auch noch welche :D

Grüsse,
Marco

7

Freitag, 27. Dezember 2013, 19:05

Hallo,

gestern abend war ja am Anfang im chat so gut wie nix los. Außerdem hatte ich vorgestern oder wann mal so ein Litzenkabel aufgeschnitten, weil ich wissen wollte, ob die Drähte darin auch für den Baumbau geeignet sind. Naja und diese Drähte sind eben gestern noch auf meinen Schreibtisch herumgelegen. Da es ja nix zu Schreiben gab, habe ich mal mit so paar Drähten das Verdrillen angefangen. Rausgekommen ist dann, nach einem Fehlversuch, schlußendlich das:





Der Baum ist etwas größer geworden, als die Rohlinge von Austromodel. Auch war der Draht etwas dicker. Hier dann mal ein direkter Vergleich, mein Baum - berindeter Rohling von Austromodel:



Aber irgendwas gefiel mir an dem Baum nicht so ganz. Ok, da muß ich gestehen, daß da meine Bonsai-Vergangenheit wohl nocht etwas mit reinspielt.



Ist's euch aufgefallen??? Meiner Meinung nach fehlt ein Ast... und zwar da, wo der Pfeil hinzeigt, da ist der Abstand zwischen den Astebenen zu groß... Ja, ja, ich weiß scho, balla balla... *ggg*



Ich denk ich muß mir einfach abgewöhnen, die idealisierten Proportionen eines Bonsai auf solche Moba-Bäume übertragen zu wollen.



Gruß

Werner

8

Freitag, 27. Dezember 2013, 19:24

weiter gehts...

Ich hab dann mal meinem Bonsaiblick nachgegeben und habe an der oben markierten Stelle noch einen Ast reingefummelt. Hier geht sowas, bei einem Bonsai geht es im allgemeinen nicht. Hier das Ergebnis:





Mir gefällt der Rohling so besser.

Noch ein paar Schlußbetrachtungen. Ich hatte mich gestern vor der chat-Flaute mit Ferdi bissi über den Baumbau unterhalten. Er hat mir empfohlen einen etwas dickerern Draht zu nehmen, weil man sich sonst "zu tode" drillt. Recht hat er, ist ganz schön audwändig. Ich habe aber seinen Ratschlag nicht auf Grund von Beratungsresistenz nicht befolgt, sonder weil ich im Mom. nix anderes da hab. Ferdi empfahl mir 0,6mm Draht, der den ich verwendet habe, ist 0,4mm dick, der bei den Austromodellrohlingen 0,3. Ich werde beim Baumbau meine Bonsaivergangenheit hinter mir lassen müssen, um natürlich wirkende Bäume zu "bauen" und keine, sich an einem Schönheitsideal orientierenden Bonsai. Was ich aber auf jeden Fall ausprobieren möchte ist, die charakteristische Wuchsform der jeweiligen Baumart einigermaßen darzustellen...

Schaun mer mal...


Werner

9

Donnerstag, 2. Januar 2014, 21:59

Hallo Werner,

Ui, das sieht richtig gut aus.
Bin gespannt wenn Du sie weiter bearbeitet hast. :thumbup:
Aber auch Dein Wurzelansatz hast Du gut hinbekommen.


Gruß Norbert

10

Freitag, 3. Januar 2014, 16:16

Und weiter geht's...

nachdem ja die Laubbäume einigermaßen passabel geworden sind, wollte ich mich mal an einem Nadelbaum versuchen. Verwendet habe ich wieder den 0,4er Kupferdraht. Diese Hochstamm-Fichte- oder Kiefer ist dabei herausgekommen:




Mal sehen wie das Teil nach der Belaubung aussieht. Wiederhin habe ich dann meinen Eigenbaubaum "berindet":



Allerdings finde ich, daß die Äste jetzt etwas zu wuchtig wirken. Ich denke das kommt daher, daß ich eben diesen 0,4er Kupferdraht verwendet habe. Er ist wohl für eine feine Verzweigung zu dick. Die Austromodell-Rohlinge bestehen aus 0,3er Draht. So ein Ast in der untersten Astebene hat 15 Einzeldrähte, da machen 0,1mm weniger dann auch 1,5mm weniger Durchmesser. Aber für eine etwas grobere Verästelung ist der 0,4er sicherlich geeignet. Ich hoffe jetzt nur, daß diese dicken Äste nach der Belaubung nicht mehr so auffallen.

Und an diesen Baumarten möche ich mich noch versuchen:
"normale" Fichte und Kiefer, Lärche, Birke evtl auch Doppel-oder gar Mehrfach-Stamm, Pappel, Obstbaum (z.B. Apfel)

Ich werde berichten wenn es etwas Neues gibt...



Gruß

Werner

11

Freitag, 3. Januar 2014, 17:39

Hi Werner,
werden bestimmt super die Bäume :thumbup:

Gruß
Bernd

12

Sonntag, 5. Januar 2014, 17:53

Hallo zusammen...


Als nächstes habe ich mich jetzt dann mal an einer Lärche versucht. Verwendet habe ich wieder den 0,4er Kupferdraht. Da es bei Nadelbäumen typisch ist, daß sich mehrere Äste auf der gleichen Ebene am Stamm befinden, habe ich immer 2 oder 3 Drähte als Schlaufen herausgeholt. Nach oben hin werden die Abstände der Astebenen immer geringer... Je nach Ausrichtung der Äste kann man dann aus so einem Rohling eine Fichte oder eine Lärche machen. Sieht man sich Bilder an, so erkennt man einen einfachen, aber dennoch signifikanten Unterschied. Während bei der Lärche die Äste etwas nach unten geneigt sind und sich die Astspitzen dann wieder leicht nach oben biegen, sind bei der Fichte die Äste ebenfalls mit einer leichten Biegung mehr waagerecht bis leicht nach oben gerichtet.

Hier jetzt mal der Rohling mit bereits aufgeschnittenen Schlaufen und noch ohne Wurzelfuß...




Und jetzt mit Wurzelfuß und ausgerichteten und gebogenen "Ästen"...




Die Höhe beträgt ca. 12cm. Als nächstes werd ich versuchen die Wickelspuren am Stammes zu egalisieren. Im unteren Bereich habe ich das sichon etwas gemacht.
Leider tut sich inzwischen ein Problem auf, den Baum fertig zu machen. Ich bin nämlich bzgl. Belaubungsmaterial für Lärchen noch nicht wirklich fündig geworden. Für die Größe HO findet man was, für N so gut wie nicht. Polak hat was im Programm, aber da habe ich noch keinen Händler in DE gefunden, welcher dieses Prdukt führt. Das Problem ist, das die feinen Äste einer Lärche immer leicht nach unten hängen, also ist hier eher faseriges Material angesagt... Aber ich werde weiter stöbern, wenn von euch einer was weiß, dann bitte her mit der Info...



Gruß

Werner

13

Dienstag, 7. Januar 2014, 18:13

Hallo zusammen,

irgendwie kam mir die Tage, als ich wieder an den Bäumen rumgemacht habe, der Feldahorn in den Sinn. Schaut man bei Wki nach so findet man dort folgendes "Der Feldahorn wächst meistens als sommergrüner Strauch und ist nur unter günstigen Bedingungen als Baum 2. Ordnung mit Wuchshöhen von 15 Metern anzutreffen;"
Naja dachte ich mir, das wäre doch mal ein ideales Vorbild für einen Mehrfachstamm. Gedacht, getan. Ich habe mir dann kurz noch Gedanken über die Anzahl der Einzelbäume und die Anzahl der
Astebenen gemacht. Herausgekommen ist dabei folgendes:
Ich werde 3 Einzelbäume machen, so daß es schlußendlich einen 3-fach Stamm ergibt. Der 1. und größe Baum soll 5 (=31 Einzeldrähte), der mittlere 4
(=19 Einzeldrähte) und der kleinste 3 (=10 Einzeldrähte) Astebenen haben. Ich habe weiterhin darauf geachtet, daß sich die Astebenen bei den Einzelbäumen in unterschiedlichen Höhen befinden, so daß sich die Astebenen beim Zusammenfügen nicht einheitlich auf einer Ebene befinden.

Hier sieht mann nun die einzelnen Drahtbündel; die unterschiedlichen Stammdicken sind gut erkannbar:



Jetzt sind bereits die einzelnen Bäume mit den Astebenen ausgestaltet und die Drähte eingekürzt:



eine Probezusammenstellung:



und das Ergebnis:




Ich muß sagen, mir gefällts ganz gut. Die Höhe beträgt ca 5cm, das sind real ca 8m, das kommt ganz gut hin. Jetzt folgt dann erstmal das "Berinden"



Gruß

Werner


14

Dienstag, 7. Januar 2014, 18:38

Hallo Werner,

du kannst die Wurzeln auch auf ein Stück Kupfer löten.
Aber das dann etwas grösser und die Ränder platt klopfen.

Alternativ auf runde Bierdeckel Kleben. Standsicher und beim berinden sowie beim belauben als Stand Fuß gut zu gebrachen

15

Dienstag, 7. Januar 2014, 20:40

Hallo Ferdi,

danke für den Tip. Da ist mir dann aufgefallen, daß ich was vergessen hatte zu erwähnen. Und zwar haben meine "Bäume" alle eine "Pfahlwurzel" und zwar in der Art, daß ich einen Zahnstocher mit der Spitze von unten in der Stamm stecke und mit Ponal festklebe. Das mit dem Zahnstocher hat noch den Vorteil, daß man dadurch sehr einfach eine Verdickung des Stamms am Stammfuß erreichen kann und es dadurch nicht aussieht, als würde ein Stock so einfach in der Erde stecken...

Ich werde morgen mal Bilder machen, heute habe ich keine Lust mehr..



Gruß

Werner