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Freitag, 12. Dezember 2014, 17:18

Drehscheibe Marke Eigenbau

Hallo ins Forum,

ich hab mir mal wieder was in den Kopf gesetzt und beschlossen meine eigene Drehscheibe zu bauen. Ich gehe dabei nicht strikt nach einem Vorbild, aber ich habe mir vieles davon abgeschaut. Nachdem heute auch das letzte Päckchen eingetrudelt ist, kann ich endlich loslegen. Vorher aber noch ein paar Daten und Fakten:

In der Realität hat meine Drehscheibe eine Bühnenlänge von ca. 24m, reicht also auch für die etwas größeren Wasserkocher ;). Die Grubentiefe beträgt 1,20m, das reicht völlig.
Nun zum Modell:

Die Drehscheibengrube:

Durchmesser: 150mm
Tiefe: 7,5mm
Material: Aluminium (wird gedreht)
Sonstige Bauteile: Flanschkugellager 3x6x2,5mm (Maße wie folgt: Innen, Außen, Höhe)

Die Drehbühne:

Länge: 149,8mm (+/- 0,2mm)
Breite: 33mm
Höhe: unterschiedlich maximal 6,5mm, minimal 3mm
Material: Messing U-Profil (0,6x1mm), Messing Rechteckstab (0,6x1mm), Messingrohr (Durchmesser 2mm), GFK (Hartpapier 0,9mm stark)
Sonstige Bauteile: Flanschkugellager 2x5x1,5mm (Maßangabe wie oben)

Der Antrieb:

Motor: Getriebemotor 1:380 Typ 20G (Conrad.de)
Weitere Kraftübertragende Bauteile: Passstifte 3x40mm aus Stahl (blank), Modelcraft Zahnradsortiment Modul 1 und Schnecke Kunststoff weiss Modul 1

Die "Deckplatte" und die Längsträger werden aus GFK gefertigt. Die Querträger und Querstreben an den Seiten unter den Laufstegen werden aus den Messingstäben und Profilen zusammengelötet und dann angeklebt, ebenso die Radaufhängungen. Als Räder dienen die Flanschkugellager 2x5x1,5mm, welche auf die Messingrohre aufgelötet werden. Die Räder laufen auf einer in der Grube mit ausgearbeiteten Schiene. Als Drehachse der Bühne dient ein Passstift mit 3mm Durchmesser, dieser wird von den beiden in der Grube eingesetzten Flanschkugellagern 3x6x2,5mm geführt. Somit wird meine Drehbühne in der Vertikalen und Horizontalen von insgesamt 6 Kugellagern geführt, wodurch ein (Achtung jetzt kommt Physik!) geringes Massenträgheitsmoment der Bühne ermöglicht werden soll.

Das Projekt ist zum Teil auch ein Experiment da die exakte Ausrichtung der Bühne für einen bündigen Übergang zu den Abgängen, bedingt dadurch dass das Gewicht auf 4 Punkten aufliegt, eine Herrausforderung wird. Aber ich habe alles genau geplant und berechnet von daher bin ich sehr optimistisch! 8)
Zum Antrieb gibt es mehr Fakten wenn ich an dem Punkt angekommen bin wenn ich diesen montieren will.
So richtig loslegen kann ich allerdings erst in einer Woche, da ich vor meinem Urlaub noch eine Woche Berufsschule habe. In dieser Zeit lasse ich mir aber auch, vorraussichtlich vom Meister persönlich, die Grube aus Alu drehen! Cool oder? :P

Trotzdem: Hier sind schon mal ein paar Bilder vom Rohmaterial sowie den Einzelteilen der Antriebseinheit!

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So, ich werd euch natürlich immer aufm Laufenden halten wie ich vorrankomme! ;)

Grüße aus'm Kahlgrund
Tobi :)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Spur_N_Tobi« (19. Dezember 2014, 21:23)


2

Freitag, 12. Dezember 2014, 21:00

Servus Tobi,

interessantes Projekt... Ich bin gespannt. Du darfst uns gern mit Bildäääärs auf dem Laufenden halten...



Gruß

Werner

3

Samstag, 13. Dezember 2014, 11:40

Hallo Tobi,
viel Spaß bei Deinem Projekt selbstgebaute Drehscheibe :thumbup: .Bin mal auf die ersten bilder gespannt ;)

Gruß
Bernd :)

4

Samstag, 13. Dezember 2014, 13:40

Servus Tobi,

ich bin grad so am rumüberlegen, ob nicht ein Schrittmotor zum Drehen der Bühne günstiger wäre. Könnte mir vorstellen, daß damit die Positionierung der Drehbühne zum Anschlußgleis einfacher zu machen ist.

Nur so mal ein Gedanke...



Gruß

Werner

5

Samstag, 13. Dezember 2014, 20:27

Hi Werner,

mal sehen wie es mit dem Motor funzt den ich jetzt schon habe wenn es damit nicht klappt kann ich ja mal einen Schrittmotor ausprobieren. Ich habe vor die Drehscheibe mit dem Fahrstromregler des Analogtrafos, den ich zur Stromversorgung für Weichen etc. verwende, zu betreiben. Damit sollte sich die Geschwindigkeit sehr sanft steuern lassen, zumal ich die Untersetzung so gewählt habe, dass die Bühne bei fast voller Motorleistung
(etwa 10V) ca. 2 bis 2,5 U/min schafft.

Vorher muss ich die Drehscheibe ja erstmal zusammenbauen... Hab heute schon die ersten Teile aus GFK ausgeschnitten, da ich dann aber mit meinen Kumpelzzz ins Kino gegangen bin ist heute leider nicht mehr viel passiert. Aber morgen ist ja auch noch ein Tag. :D

Gruß
Tobi

:!: Übrigends für alle die noch nicht mit GlasfaserVerstärktem Kunststoff (GFK) gearbeitet haben und jetzt vllt auch was daraus basteln wollen: Der Staub der beim Feilen, Schleifen, Sägen, etc. entsteht ist hoch giftig! Unbedingt Atemschutz tragen!

6

Donnerstag, 18. Dezember 2014, 17:34

Hallo alle miteinander,

es gibt Neuigkeiten! Die aus Aluminium gedrehte Grube ist heute fertig geworden. Zwar ist das Teil jetz nicht von Meisterhand gefertigt worden, sieht aber trotzdem klasse aus wie ich finde. Ich denke viel dazu sagen muss ich sonst nicht mehr, da ich ja bereits in meinen vorherigen Posts alles gesagt habe was es darüber
zu erzählen gibt. :D
Dafür gibt's hier ein paar Bilder (diesmal auch etwas größer ;) ) von der, noch unlackierten, Grube:

Von Oben:



Von Unten und von der Seite:



Grüße

Tobi :)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Spur_N_Tobi« (19. Dezember 2014, 21:25)


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Donnerstag, 18. Dezember 2014, 17:45

Hallo Tobi,
wieso hängst du die Bilder hier nicht an. der Bilder Hoster ist Mist dafür
Gruß Ferdi

8

Dienstag, 23. Dezember 2014, 21:14

Hallo an alle,

ich hab fleißig weiter gebastelt und das ist dabei rausgekommen:

An die Unterseite der Alugrube habe ich eine runde Scheibe aus Pappelsperrholz mit einem 10mm Loch in der Mitte angeklebt. Das habe ich gemacht damit ich die Motorhalterung, welche ich auch aus Pappelsperrholz fertigen werde, verleimen kann, denn der Alleskleber den ich verwende hat bei früheren Klebeversuchen auf kleineren Flächen aus Holz und Metall versagt.




Stichwort Motorhalterung: Am Antrieb hab ich auch schon etwas gebastelt.
Die Bohrung der Kunststoffschnecke betrug ursprünglich 2mm, da meine Motorwelle aber 3mm hat habe ich die Bohrung der Schnecke aufgebohrt. Außerdem ist die Antriebswelle des Motors nicht vollständig rund,
sie hat eine kleine ebene Fläche.
Um ein Verdrehen oder Abrutschen der Schnecke auf der Welle zu verhindern habe ich ein Stück von einem der Messing-Rechteckstäbe abgezwickt und zu einem U gebogen. Das Messing-U habe ich über den Rand
der Bohrung von der Schnecke geschoben und verklebt. Damit habe ich einen Verdrehschutz, wenn ich die Schnecke so auf die Antriebswelle schiebe, dass das Messingstück auf der ebenen Fläche aufliegt. 8)


Leicht nach links geneigt, auf dem Schaft der Schnecke, ist das Messingstück zu erkennen. Auf dem Bild rechts, wo die spätere Untersetzung zu sehen ist, kann man es besser erkennen.
Das Untersetzungsverhältniss ist 10:1, wodurch die Bühne eine Endgeschwindigkeit von ca. 2-2,5 U/min erreichen wird. :)


Was die Stromversorgung der Gleise auf der Bühne angeht, hatte ich ja bereits erwähnt, dass ich das mit Schleifkontakten lösen werde.
Die Kontaktringe und Schleifer werden allerdings unten an der Holzscheibe bzw. Drehachse montiert.
Um die Kabel nach oben verlegen zu können habe ich 2 gegenüberliegende Nuten in den Passstift, der als Drehachse dient, gesägt.
In diesen Nuten kann ich die Kabel, von den an der Achse befestigten Schleifern, durch die Kugellager hoch zur Unterseite der Bühne führen. Dort bohre ich genau unter den Gleisen je ein 1mm-Loch, wo dann die Kabel
durch gesteckt und an den Schienen angelötet werden.


Von links ist eine der 2 Nuten erkennbar. Leider nicht gerade gut zu sehen, da meine Kamera nicht die Beste ist. :S


Zum Schluss natürlich noch die Drehbühne. Auch hier gibt's Fortschritte:
Ich habe die "Deckplatte" und die Längsträger auf GFK ausgesägt und verklebt. Ich sag's euch, das war ganzschön schwierig die Längsträger identisch und symetrisch hinzukriegen,
aber nach gefühlt 1.000.000 Fehlversuchen ( in Wirklichkeit 4 ;) ) hats dann doch hingehauen.
Leider hab ich's versäumt Bilder vor dem Zusammenkleben zu machen, der Bastelrausch hatte mich im Griff! :D


Links: Von Unten die Draufsicht. Rechts: Seitenansicht auf dem Kopf liegend. (Kleber war noch nicht trocken, deswegen alles auf'm Kopf liegend.)


So jetzt seit ihr erstmal über die aktuellen Geschehnisse auf dem laufenden. 8)

Grüße

Tobi :)

9

Mittwoch, 24. Dezember 2014, 13:14

Moin Tobi,

schöne Sache :thumbup: - ich bin mal gespannt auf die weiteren Schritte...


Frank
Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt (Joachim Ringelnatz)
Neue Anlage - Bahnhof Wildbad - Modellbahnsteuerung - EMD MRS 1

10

Mittwoch, 7. Januar 2015, 19:49

Hallo Tobi

vielleicht ist das hier ja was für dich.

48 Schritte wären ja schon mal was

http://www.pollin.de/shop/dt/NjU0OTg2OTk…_S_SPSM_5V.html
Gruß Ferdi

11

Mittwoch, 7. Januar 2015, 20:21

Servus,

dieser Stepper könnte was sein... 48 Schritte sind bei 360° 7,5° pro Schritt. Die Rundlokschuppen haben ja, soviel mir bekannt ist, entweder 7,5° oder 15° Teilung. Also könnte das schon passen.



Gruß

Werner

12

Mittwoch, 7. Januar 2015, 20:51

Servus,

dieser Stepper könnte was sein... 48 Schritte sind bei 360° 7,5° pro Schritt. Die Rundlokschuppen haben ja, soviel mir bekannt ist, entweder 7,5° oder 15° Teilung. Also könnte das schon passen.



Gruß

Werner


eben drum.
Gruß Ferdi

13

Mittwoch, 7. Januar 2015, 23:08

Halt, Stop!!!

HALT, STOP!!!

Zäpfle hat mich drauf aufmerksam gemacht... Dieser Stepper paßt nicht, weil er keine 48 Steps hat, sondern 64:

" - Schrittwinkel: 5,625° (64 Schritte/Umdrehung)" siehe auch http://www.pollin.de/shop/downloads/D310543B.PDF

Passen (von Pollin) würde dieser:
http://www.pollin.de/shop/dt/Mzk5OTg2OTk…IC_S026_48.html
und dieser:
http://www.pollin.de/shop/dt/MjY0OTg2OTk…112_35014_.html



Gruß

Werner

14

Donnerstag, 8. Januar 2015, 15:59

Hallo Werner

ich denke das es bei 15 Grad schon passt. Die 1,5 Grad hast du im Gleis als Toleranz schon drin.
und bei dieser ist halt auch die Stepplatine dabei. Ohne die Ansteuerung nützt ja der Beste Schrittmotor nichts.
Gruß Ferdi

15

Donnerstag, 8. Januar 2015, 17:25

Hallo Ferdi,

ok, damit daß die 1,5°Abweichung vernachläsigbar sind, könntest du recht haben, müßte man halt mal ausprobieren. Ich hab mir dann aber auch mal die Schaltung/Board angesehen. Das ist keine Ansteuerung für den Schrittmotor, das ist nur der Treiberbaustein für die Motoransteuerung, ein ganz normales ULN2003 HIGH-VOLTAGE, HIGH-CURRENT DARLINGTON TRANSISTOR ARRAY. Da ist keinerlei Logik drin. Die brauchts dann extra, z.B.sowas http://www.pollin.de/shop/dt/Mjc5OTgxOTk…ne_Bausatz.html




Gruß

Werner

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