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[allg] ? Hydrozell

1

Donnerstag, 2. April 2015, 15:41

? Hydrozell

Servus,

ich bastele grad an einem Minidiorama, das später auf der "großen" Anlage seinen Platz finden soll.
Ich möchte gern mal verschiedene (für mich) andere Bauweisen für den Landschaftsbau ausprobieren.
Gestern habe ich nun etwas vom klassischen Hydrozell (Faller) verbaut / gespachtelt.
Auf der Verpackung stand zu lesen, dass das Zeugs eine Standzeit von ca. 8 Stunden hat. Als ich heute weitermachen wollte fiel mir auf, dass die Konsistenz immer noch sehr nach "weich" tendierte.
Da ich nun auch nicht zum ersten Mal diesen Werkstoff verwendet habe macht mich das stutzig! Bis jetzt war nach einem halben Tag "weitermachen" angesagt. Angesetzt habe ich das Hydrozell wie immer, die Konsistenz war vergleichbar, ergo hätte es sich eigentlich auch so "verhalten" müssen. Das Einzige; die Tüte war angebrochen, lag aber im Bastelschrank trocken und dunkel.
Nun meine Frage: Kann diese Spachtelmasse altern?
Sollte es so sein, wäre es genau umgekehrt zum Gips. Alter Gips zieht ja bekanntlich schneller an ...


Vielleicht hat jemand die selben Erfahrung gemacht.

Bilder vom Bau und vom fertigen Diorama gibt's dann, wenn's fertig ist.

lG
Volker
Die Summe der Intelligenz auf unserem Planeten ist konstant.
Aber blöd ist, dass die Bevölkerung ständig wächst ...

Elfenkönig

unregistriert

2

Freitag, 3. April 2015, 10:38

Guten Morgen Volker,

das war schon früher so, dass Hydrozell nur sehr langsam trocknete, zusätzlich nach der Trocknung sehr starke Rissbildungen aufwies. Ich habe mir damals zwei Anlagenteile damit versaut. Auch Versuche, die Rissbildungen mit Holzleimbeigaben zu verhindern, brachte keine Besserungen. Ich verwende das Zeug prinzipiell nicht mehr, sondern arbeite heute nur noch mit einer Mischung aus Moltofill, Gips und Abdeckfarbe. Stabile Untergründe lassen sich heute mittels Styrodur recht einfach vorgestalten.
Durch die Beigabe von Moltofill (50 : 50) halte ich den Gips länger offen. Zwar erhöht sich dadurch ein wenig die Trockenzeit, doch das ist hinnehmbar. Wie alt eine Gipstüte ist, steht in der Regel nirgwendwo drauf. Ich hatte auch schon mal so alten Gips. Am besten, wenn man es bemerkt, ab in die Tonne.

Mein Tipp, vergiß das Zeug, damit wirst Du sicherlich nicht besonders glücklich.

Frohe Ostern wünscht

Elfenkönig

3

Freitag, 3. April 2015, 12:54

iDanke schon mal für die Info.

Die von dir erwähnte Rissbildung habe ich dann heute morgen bemerkt ;)

Bei den damaligen Proben mit Hydrozell habe ich zusätzlich zum Wasser auch noch Abtönfarbe (Dunkelbraun) zugesetzt. Das Zeugs trocknete schneller durch und weist bis heute keine Risse auf ...

Ich werde einen weiteren Test durchführen: frisches Hydrozell, Abtönfarbe und Wasser. Vom Ergebnis gibt's dann wieder einen Post ...

Zum Thema Gips kann ich, glaube ich, ein Buch schreiben. Nicht zuletzt weil ich gelernter E - Installateur bin (da wird das Zeugs bei Rohbauten wohl immer noch verwendet) und zweitens in der "Hochburg" der Gipsindustrie wohne :D

So, nun aber

Frohe Ostern
Volker
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Elfenkönig

unregistriert

4

Samstag, 4. April 2015, 08:14

Guten Morgen Volker,

diese Rissbildung wirst Du wohl kaum verhindern können, egal was Du anstellst. Ich bin zwar kein Chemiker, aber das muß irgendwie mit dem Zellstoff zu tun haben. Der quillt scheinbar erst, danach zieht er sich bei der Trocknung wohl zusammen. Nun, ist ja auch egal.
Wir haben heute genügend Werkstoffe, welche wir für die Landschaftsgestaltung verwenden können, die Zeit der "reinen" Gipsberge ist damit lange vorbei. Ich arbeite heute mit Untergründen aus Styrodur, Bauschäumen und ordinärem Zeitungspapier. Gips ist dann nur noch für die Oberflächengestaltung da. Bisher hat´s ganz gut funktioniert.

Na dann experimentiere mal weiter mit dem Zeug, ich bin wirklich gespannt, ob Du danach zu anderen Ergebnissen kommmen wirst. Sag bitte Bescheid, es interessiert mich auch.

Schöne Ostergrüße

Elfenkönig