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Freitag, 8. April 2011, 16:23

Ein kleiner Videokurs

Hallo in die Runde,

hier, wie mehrfach gewünscht, der kleine Videokurs ;)

Ein paar einleitende Worte seien mir gestattet.
Ich bin nicht der Profi für Videoaufnahmen, hoffe allerdings hier ein paar brauchbare Tipps geben zu können. Damit sollten euch die Videoaufnahmen (nicht nur von Modellbahnen) in Zukunft möglicherweise so gelingen, dass man diese mit ruhigem Gewissen auch in der Öffentlichkeit zeigen kann.

Da ich meine (im Bau befindliche) Anlage selbst nur für den Hausgebrauch gefilmt habe, erwartet bitte keine bewegten Bilder von mir. Es kommt dazu, dass diese Aufnahmen vor einigen Jahren entstanden sind, die Bildqualität ist deshalb m. E. sehr bescheiden.
Hier noch mal kurz geschrieben, was mich dazu „befähigt“ hier einen schlauen Vortrag zu halten:
Ich habe im „Nebenberuf“ einige Veranstaltung (auch) mit semitechnischer Ausrüstung sowohl als Kameramann als auch als Regisseur auf Tape gebannt. Derzeit habe ich das Videografieren allerdings auf den Hausgebrauch reduziert, da ich mich wieder auf mein altes Ersthobby, das Fotografieren beschränke.

Dieser kleine Kurs wird sich in verschiedene Gebiete gliedern. Zum einen möchte ich die Technik behandeln, zum anderen ein wenig zur Motivwahl schreiben.

Auch die gesetzlichen Aspekte werde ich kurz anreißen (Copyright)

Ich bitte alles nicht unbedingt als „ein Muss“ anzunehmen. Jeder möge sich allerdings jedoch vorher Gedanken machen, was er überhaupt will.


Zunächst zur Ausrüstung:

Natürlich sollte man das (ernstzunehmende) Filmen nur mit geeigneten Kameras durchführen.
Dazu zähle ich die neueren digitalen Camcorder, aber auch ältere Modelle mit einer hohen Auflösung (oder Hi 8 und S-VHS-Kameras). Heutzutage spricht aber auch nichts gegen eine digitale Fotokamera (wurden doch schon komplette Folgen einer Fernsehserie mit einem Fotoapparat gefilmt). Allerdings dreht sich mir der Magen um, wenn ich Filme sehen muss, die mit einem Handy gemacht wurden!
Als Zweites empfehle ich ein Stativ im MoBa – Raum. Es gibt bei den „üblichen Verdächtigen“ (einschlägige Discounter) öfter mal relativ preiswerte Geräte, die auch ihren Dienst erfüllen. Ein anständiges für Filmaufnahmen geeignetes Stativ sollte auch für unter 50 €uro erhältlich sein. Mit diesem Stativ sind auch ruckelfreie Schwenks möglich (evtl. muss der Stativkopf mit ein wenig MoBa – Öl getunt werden. Speziell bei Nahaufnahmen (evtl. Makro) ist ein Stativ dringend erforderlich. Es nervt auf Dauer ein ständig „unruhiges“ Bild ansehen zu müssen.
Als Drittes gehört die künstliche Beleuchtung auch zum Filmen. Findet doch unser MoBa – Hobby, bei den kleinen Spurweiten zumindest, nun mal in geschlossenen Räumen und nicht im Freien statt. Also muss man die Anlage(teile) entsprechend ausleuchten.
Zur Ausleuchtung sollten auch ein paar mattweiße (DIN A 3) Pappen gehören. Damit werden dann die zu filmenden Szenen indirekt ausgeleuchtet.
Die Lampen selber können durchaus normale Schreibtischleuchten sein. Kann man doch Dank der Technik in den Kameras (manueller Weißabgleich) so ziemlich alle Lichtfarben ausgleichen. Ich benutze kleine Fotoleuchten und großflächige Leuchtstofflampen (mehrere 2 X 58 Watt – Leuchtstofflampen über der Anlage). Die Beleuchtung kann man auch für die Fotografie einsetzen.
Soviel zunächst für heute.

Fragen und Anregungen sollten bitte in einem gesonderten Thread behandelt werden, Danke.

lG
Volker
... zu meiner HP: http://vaueff.jimdo.com/

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Samstag, 9. April 2011, 12:46

Teil 2:
Über das „Videografieren“

Nachdem nun das „Equipment“ beisammen ist kommen wir zur Filmerei.

Zunächst einmal etwas Grundsätzliches: Wenn sich das zu filmende Objekt bewegt, brauche ich im Prinzip nicht die Kamera bewegen. Ebenfalls sollte man das Zoomen als Ausnahme einsetzen.
Wenn man sich einen Schwenk sparen will, kann man aber den Zoom als „Verfolger“ einsetzen: Zunächst in der Nahaufnahme (herangezoomt) z. B. die Lok formatfüllend abbilden. Wenn sich die Lok dann in Bewegung setzt zieht man den Zoom in der Geschwindigkeit so auf, dass sie (die Lok) sich immer am Bildrand befindet. Die Waggons hinter der Lok kommen dann automatisch mit auf das Bild.
Ein anderer Einsatz des Zoom ist genau konträr. Ich verfolge aus der Totalen den Zug und zoome dann, wenn der Zug steht, auf ein Objekt in der Nähe. So kann man beispielsweise kleine Szenen mit den Preisers einfangen.

Für einen Schwenk sollte man sich Zeit nehmen, allerdings auch nicht zu langsam die Kamera bewegen. Ein gesundes Mittelmass muss man für sich selbst herausfinden.
Ich achte darauf, dass bei einem Schwenk von z. B. links nach rechts sich auch die Züge in derselben Richtung bewegen. Dabei ist die Geschwindigkeit von den Zügen nicht abhängig von der Geschwindigkeit des Schwenks.

Eine etwas kompliziertere Sache ist eine Kamerafahrt. Nicht jeder hat ein fahrbares Stativ oder nennt gar eine „Steadycam“ sein Eigen. Aber um die Kamera auch bei Bewegung ruhig zu halten gibt es Tricks. Ein simpler und billiger Trick: In das Gewinde für die Stativaufnahme wird eine Schraube gedreht, daran ist ein Stück stabiler Faden mit einem Gewicht zu befestigen; quasi als Gegengewicht.

Sowohl Kamerafahrten, Schwenks aber auch alle anderen Aufnahmen sollten vorher ein paar Mal „trocken“ probiert werden. Zur Sicherheit habe ich alle Aufnahmen (wenn machbar) mehrmals gemacht, um dann die Beste zu nehmen.

Merke:
;) Eine „ruhige“ Kamera ist durch nichts zu ersetzen, außer durch eine noch ruhigere. ;)

wird fortgestzt
lG
Volker
... zu meiner HP: http://vaueff.jimdo.com/